Geschrieben am 2. Februar 2012 um 09:45
In den neueren Versionen bietet iTunes die praktische Funktion “HomeSharing”, welche es erlaubt die eigene Mediathek komfortabel zwischen, für den eigenen Account aktivieren Rechnern hin und her zu kopieren.
Besonders praktisch ist dieses Feature für mich um Delta-Kopien meiner Mediathek von meinem Windows 7 Desktop PC auf mein MacBook Pro zu machen.
Das Problem
Bereits seit Anfang plagt mich jedoch ein gravierender Fehler in der Software:
Mein über Ethernet angeschlossener Desktop-Rechner kann zwar die Mediathek des Notebooks sehen, umgekehrt funktioniert dies jedoch nicht.
Nach einiger Logfile-Analysen, Google-Recherchen etc konnte ich den Fehler auch nach Monaten noch nicht beheben. Ich scheine jedoch nicht der einzige zu sein, der dieses Problem hat und die einzigen Vorschläge waren “Router neustarten” und Ähnliches.
Das Problem scheint zwar tatsächlich an meinem Router (ein OEM-Modell von Motorola für die Swisscom) zu liegen, jedoch lässt das eingeschränkte GUI keine Analyse des Fehlers zu .
Der Workaround
Nun zum Grund wieso ich dies überhaupt hier poste: Ich bin nun endlich auf einen zuverlässigen, wenn auch umständlichen Workaround gestossen!
Verbinde ich mein Notebook ebenfalls über ein Ethernet-Kabel mit dem Router so funktioniert das HomeSharing einwandfrei! Ich vermute, dass der Router einige Broadcast-Pakete nicht vom LAN ins WLAN leitet.
So kann ich immerhin meine neuen Einkäufe und Importe hie und da auf mein Notebook transferieren, auch wenn es ziemlich umständlich ist.
Geschrieben am 19. Januar 2012 um 11:37
Eigentlich habe ich den folgenden Beitrag schon vor beinahe 2 Monaten geschrieben, wieso ich ihn dann aber nie veröffentlicht habe ist mir zwar inzwischen nicht mehr bewusst, aber da ich in der Zwischenzeit keinen Grund mehr sehe, welcher dagegen spricht werde ich ihn nun einfach mal der Welt zugänglich machen:
Irgendwie denke ich, seit ich aus England zurück bin, dass ich zur Zeit ziemlich verloren bin. Ich war unglaublich froh, nach dem Ende meiner Ausbildung endlich mal ein wenig aus der Routine entfliehen zu können und dachte, dass ich mir während diesen drei Monaten endlich klar werde wohin ich im Leben denn eigentlich will. Wie so oft kommt es anders als gedacht und nun stehe ich hier und weiss weniger als vorher.
Obwohl ich ja eigentlich ziemlich von der Informatikbranche angeödet war habe ich ihr nun doch noch eine zweite Chance eingeräumt und eine Stelle als PHP-Programmierer angenommen. Diese Entscheidung ist jedoch nicht nur damit begründet, dass ich es nochmals mit der Informatik versuchen möchte, sondern auch weil ich nun viel bessere Arbeitsbedingungen habe und von der bitternötigen Entlöhnung wollen wir gar nicht erst sprechen. Vorstellen für längere Zeit in dieser Branche zu bleiben kann ich mir jedoch noch immer nicht.
Das grosse Problem kommt auch erst damit zum Vorschein: wenn nicht in der IT bleiben, wohin dann?
Seit einigen Wochen schon zerbreche ich mir nun den Kopf wie ich meine Interessen denn nur in eine berufliche Zukunft verwandeln könnte. Irrelevant ob dies nun eine Stelle, ein Praktikum oder ein Studium ist, es ist gar nicht so einfach wenn man seine Interessen eher in Bereichen findet, in denen eine eigene Branche nicht existiert oder durch fehlende Kompetenzen nur schwer zugänglich ist. Und sowieso, eigentlich möchte ich ja viel lieber – wie alle anderen auch – die Welt entdecken, Dinge machen die ich liebe und Zeit mit meinen Freunden verbringen, als meine Seele an irgendeine kommerzielle Institution zu verkaufen.
Für Vorschläge wohin ich denn mit meinem Leben soll bin ich also jederzeit offen…
Geschrieben am 19. November 2011 um 16:11
In den letzen Tagen gab es einige Änderungen an TS2 und 3, sowie dem vServer selbst, welche leider zu einer kurzen Downtime sowie einigen Verbindungsproblemen führten.
Da mein Hoster seine Pforten schliesst und ich sowieso mit dem Service nicht mehr sonderlich zufrieden war gab es mal wieder einen Serverwechsel. Diese Gelegenheit habe ich ebenfalls genutzt um meinen DNS-Hoster zu wechseln und TS3 auf die neuste Version 3.0.1 zu aktualisieren.
Die Umstellungen liefen grundsätzlich problemlos, nur leider sind Änderungen am DNS immer durch eine lange Verzögerung gekennzeichnet. Dies und ein Problem beim Laden der neuen Einträge führte dazu, dass einige für ca 24 Stunden noch immer auf den alten Server geleitet wurde, während andere bereits problemlos auf dem neuen gelandet sind.
Dies liegt daran, dass jeder Internetprovider seine eigenen DNS-Server verwendet und diese unterschiedliche Caching-Zeiten besitzen. Deshalb kann ich nicht gut steuern wie lange euer Provider euch noch die falsche IP-Adresse angibt, währenddem bei anderen bereits die neue ausgegeben wird. Falls ihr euch noch immer nicht verbinden könnt, wechselt den DNS-Server eures PCs doch temporär auf “8.8.8.8″, welcher von Google betrieben wird und euch garantiert die neuen IPs ausgibt.
Geschrieben am 13. September 2011 um 00:00
Der erste von knapp drei Monaten ist rum und wieder wird es Zeit für ein kleines Statusupdate. Auch dieses Mal bin ich theoretisch 12 Stunden zu früh, aber das lassen wir wieder ausser Acht.
Erneut kann ich von einem Erfolg berichten: Ich lebe noch immer! Und ich bin nicht im Gefängnis!
Spass bei Seite, bis auf die Tatsache, dass ich nach nur einer Woche meinen Handybildschirm geschrottet hab’ und dass nun der Vibra-Motor nicht mehr funktioniert lief bis jetzt alles eigentlich ziemlich reibungslos ab. Ich habe zwar inzwischen auch den Bus genommen, jedoch nur ganze vier Mal in einem Monat. Und das nur weil es jeweils Distanzen waren, die man definitiv nicht zu Fuss machen sollte.
Auch dem Sight Seeing bin ich inzwischen nachgekommen und ich habe den Royal Pavilion, Stonehenge, Bath, Salisbury, London sowie die Seven Sisters besichtigt. Letztes Jahr habe ich London am Wochenanfang erlebt und dieses Mal war ich tatsächlich so wahnsinnig und ging an einem Samstag dort hin. Und ich kann jedem nur stark davon abraten. Der Buckingham Palace zur Zeit des Change of Guards ist eine reine Ansammlung komplett durchgeknallter Klischeetouristen.
Abgesehen davon kann ich berichten, dass ich nun endlich im Advanced Niveau angekommen bin. Wieso ich tatsächlich vier Wochen in Upper-Intermediate verbracht habe ist mir im Nachhinein irgendwie schleierhaft. Aber was solls?
Schlechter ist, dass sich mein Akzent nur schleppend verbessert, da ich hauptsächlich mit Türken, Asiaten, Italienern, usw unterwegs bin. In dieser Hinsicht wäre die Gastfamilie vielleicht doch die bessere Wahl gewesen.
Ich habe in den letzten Wochen auch erkannt wieso man sich in diese Stadt verlieben kann. Und womöglich auch sollte. Nachfolgend eine kleine Aufzählung:
- Die Leute sind freundlich, tolerant und hilfsbereit.
- Der Gedanke des Umweltschutzes ist hier bei den meisten angekommen.
- Die Engländer sind zwar paranoid, aber doch irgendwie weniger steif und “bünzlig” wie die Schweizer.
- Die Restaurants sind erste Sahne, von richtig günstig bis Gourmet und von englischem Sunday-Roast bis zu Libanesischem Essen ist alles vertreten.
- Meer!
- Die Öffnungszeiten der Shops sind – zumindest für die Kunden – richtig gut.
- Ein wenig abseits von MC Donalds und H&M findet man die tollsten Independent-Shops, die ich je gesehen habe. Krimskrams erster Güte an jeder Ecke. (Rounder Records <3)
- Viele Pubs und Bars wirken mehr wie ein Wohnzimmer als wie eine Bar. Massive Holztische, Kerzen, Sofas sowie Fotos und Bilder lokaler Künstler an den Wänden.
- Live Gigs von mehr oder weniger unbekannten Künstlern gibt es so ziemlich jeden Abend irgendwo.
- Die Clubs sind gut. Und das sagt jemand der Mainstream-Clubbing verabscheut.
- Es ist nach Schweizer Massstäben eine Grossstadt und trotzdem noch überschaubar.
- Das “Hinterland” ist teilweise wunderschön.
Aber da ich ja ein ehrlicher Kerl bin hier noch die Sachen die mich auch nach einem Monat noch stören:
- Der Kaffee ist schrecklich. Der Filterkaffee ist sogar noch schlimmer als der Automatenkaffee…
- Der konstante Wind ist der schlimmste Feind sämtlicher Frisuren und einfach nur nervig.
- Jeder Zentimeter ist voll mit Warnschildern (Mehr als in der Schweiz!)
- Die Zugverbindungen sind unübersichtlich und viel zu teuer.
- An den Fussgängerampeln wartet man viel zu oft viel zu lange.
So das wäre die kurze Zusammenfassung des ersten Monats, ich hoffe ich konnte ein paar Informationen einstreuen, die nicht schon jeder durch Twitter erfahren hat.
Geschrieben am 20. August 2011 um 00:54
Ich bin hier und ich lebe noch. Es fehlen zwar noch gute zwölf Stunden, aber schon bald sind die ersten sieben Tage hier in Brighton – well, Hove actually – schon rum.
Auch wenn die Reise ein wenig verpennt und dank der “Zuverlässigkeit” und dem “Komfort” von Easyjet dementsprechend nervig begann kam ich gegen Mittag in London Gatwick an und wurde dort von meinem Fahrer auch abgeholt. Da ich zu faul war mit allem Gepäck und ohne Smartphone-Navi in einer fremden Stadt das Student House zu suchen hab ich mir diesen, zugegebenermassen völlig überteuerten Luxus gegönnt. Dadurch durfte ich auch gleich lernen dass man in England nicht einen Opel fährt, sondern einen Vauxhall – was natürlich viel cooler klingt.
Als nicht gerade grosser Fan von überfüllten Strassen war ich ja eigentlich ganz zufrieden vor der Street Parade fliehen zu können, irgendwie wurde mir da jedoch ein Strich durch die Rechnung gemacht, da genau am selben Tag die Brighton Pride Parade stattfand. Immerhin hat dies eindrucksvoll bewiesen, dass ich tatsächlich in der Gay-Hauptstadt angekommen war.
Inzwischen habe ich mich bereits ziemlich gut an das Leben hier in England gewöhnt, es ist auch irgendwie gar nicht so anders als in der Schweiz. Der Lebensmittelladen um die Ecke heisst sogar The Co-operative Food Store, weshalb ich ihn liebevoll nur Coop nenne. Ein bisschen Heimat muss ja sein, nicht?
Auch wenn die eine Deutsche, welche ich heute in einem Restaurant traf nur schlechtes über meine Schule gehört hat bin ich selbst – wie auch die restlichen Schüler – wirklich zufrieden. Manche Lehrer in der Schweiz könnten sich, was den Umgang mit den Schülern anbelangt, ruhig hier eine Scheibe abschneiden.
Es gibt jedoch auch eine ganze Menge anderer Dinge bei denen sich die Schweiz ein wenig nach Brighton richten könnten. Auch wenn dazu nicht gerade die Politiker oder die Autofahrer zählen, was Recycling anbelangt ist diese Stadt kaum mehr zu übertreffen. Auf den Strassen findet man überall neben Abfalleimern auch Eimer für Glas, Dosen, PET und sogar – haltet euch fest – Kaugummis. Kein Witz. Entsprechende Kisten hat auch jeder Haushalt vor der Tür und jeden Dienstag wird alles von der Recyclingabfuhr abgeholt. Also nicht die Kaugummis, sondern Altpapier & co.
Für komische Leute wie mich, die sich dazu entschieden haben kein Fleisch mehr zu essen ist es auch äusserst angenehm, dass sehr viele Restaurants direkt auf der Karte vegetarische Speisen mit einem kleinen V kennzeichnen. Zudem haben die Burgerbrater hier begriffen, dass sie auch mit Veggieburgern Geld verdienen können.
Auch wenn Brighton über ein scheinbar ziemlich gutes Busnetz verfügt hab ich bis jetzt meinen Vorsatz eingehalten und bin alles zu Fuss gelatscht. Da wir heute bereits in der Schule den gesamten Morgen draussen unterwegs waren (für ein Quiz über Hove sowie für eine kleine Umfrage) und ich danach auch sonst in der Stadt unterwegs war haben meine Füsse dementsprechend gelitten. So sehr ich meine Chucks auch liebe, für weite Strecken sind sie einfach nicht wirklich geeignet.
England und vor allem auch Brighton mögen ja teures Pflaster sein, doch wenn man sonst im Kanton Zürich lebt gehört man zu den wenigen – wenn nicht sogar einzigen – Leuten die behaupten, dass es hier gar nicht so teuer ist. Als ich an meinem ersten Tag 400g Brot für 86p (umgerechnet ca 1.15 SFr) gekauft habe war ich schon ein wenig verblüfft. Und vom Preisunterschied bei den Innocent Smoothies (<3) wollen wir gar nicht sprechen.
Wie man sehen kann gefällt es mir bisher ganz gut hier, ich hoffe dass es so bleibt und dass ich noch mehr Positives berichten kann. Immerhin stehen noch ganze elf Wochen vor mir. Und vielleicht gewöhne ich mich in dieser Zeit auch noch an den konstanten Wind und das sich tatsächlich abrupt ändernde englische Wetter.